UNSER WERDEGANG SEIT 1997

Vor mehr als 30 Jahren, am 16.7.1997 wurde der ambulante Hospizdienst „Hospiz Horn e.V.“ als Teil einer weltweiten Hospizbewegung gegründet. Der Verein bestand aus 10 ehrenamtlichen Mitgliedern und einem Vorstand (Anne Christensen, Klaus Meyer-Heder und Erika Nola) . Von Beginn an gab es eine sehr konstruktive Zusammenarbeit mit der Bremer Heimstiftung. Es ist inzwischen auf vielen Ebenen eine enge Kooperation entstanden. Seit 2010 kooperiert Hospiz Horn auch mit Altenpflegeheimen der Caritas Bremen und hat seither mehr als 100 MitarbeiterInnen in 10-tägigen Hospizkursen geschult. Im Jahr 2000 wurde Margrit Ruzicka, Dipl.-Soz. päd., Erzieherin, die sich schon früh im Hospizbereich engagiert hatte, als erste hauptamtliche Koordinatorin eingestellt. Dadurch erweiterte sich unsere Arbeit um den Bereich „Kinder, Tod und Trauer“. Der Verein wuchs, seine Aufgaben wurden vielfältiger. Seit 2004 haben wir unsere Büroräume in der Stiftungsresidenz Riensberg, Riekestraße 2. Im gleichen Jahr wurde Anja Tewes, Kinderkrankenschwester, als 2. hauptamtliche Koordinatorin eingestellt. 2009 begann Christian Woiwode, Diplom Sozialarbeiter und Bestatter, als hauptamtlicher Koordinator. Vorher war er schon viele Jahre als ehrenamtlicher Sterbebegleiter und in der Aus- und Fortbildung für Hospiz Horn tätig. Mit zunehmender gesellschaftlich/politischer Akzeptanz begann auch die hospizliche Arbeit durch die Krankenkassen bezuschußt zu werden. Seit 2016 ist zusätzlich Kirsten Glander, Medizinerin, als Koordinatorin bei uns tätig. Seither sind 4 Koordinatoren hauptamtlich bei Hospiz Horn beschäftigt. Unterstützt wurden und werden wir immer durch unsere vielen engagierten, ehrenamtlichen SterbebegleiterInnen. Sie bilden das unerlässliche Fundament für unsere Arbeit. Unsere langjährige 1. Vorsitzende, Erika Nola, verstarb unerwartet im Herbst 2015. Sie hinterließ eine große Lücke. Daraufhin übernahm Anne Christensen den Vorsitz.

IM ÜBERBLICK

Zu Beginn bestand die Arbeit von Hospiz Horn vor allem in der Öffentlichkeitsarbeit. Wir haben Vorträge gehalten, Infostände eingerichtet, Briefe an Ärzte, Krankenhäuser, Kirchengemeinden, Ortsämter und interessierte Gruppen verschickt, um die Öffentlichkeit über das Angebot zu informieren. Sitzwachengruppen in den Häusern der Bremer Heimstiftung galten als besonders innovatives Projekt. Auch der Weser Kurier informierte durch zahlreiche Artikel über die Hospizidee. Im Laufe der Zeit gab es außer Anfragen zur Sterbebegleitung auch die Nachfrage nach Fort- und Weiterbildungen. Inzwischen ist dieser Bereich zu einer wichtigen Säule in der Hospizarbeit geworden. Auch das Einwerben von Spenden gehört zu unserer Arbeit. Wir haben mit 10 Mitgliedern begonnen und im Jahr 1997 drei Menschen begleitet. 1998 wurden wir 12 mal um eine Begleitung gebeten und im Jahr 1999 haben wir 34 Menschen in ihrer letzten Lebenszeit begleitet. In den folgenden Jahren hat sich die Arbeit stark erweitert. Die Trauerbegleitung kam hinzu, Ausbildung von Sterbebegleitern, Beratungen zu Patientenverfügungen, Beratungen zu den Möglichkeiten einer Bestattung, ethische Fallbesprechungen in der Altenpflege u.a. mehr. 2017 haben wir unser 20-jähriges Bestehen mit einer größeren Veranstaltung in der Glocke gefeiert und damit auch wieder einen Beitrag zur Öffentlichkeitsarbeit geleistet. Aktuell hat Hospiz Horn über 200 Mitglieder, 70 Ehrenamtliche stehen zur Begleitung zur Verfügung. 2017 haben sie über 120 Menschen begleitet und so Sterbende und ihre An- und Zugehörigen unterstützt.